Dr. Thomas Flierl

Dr. Thomas Flierl


Dr. Thomas Flierl, geboren 1957 in Berlin/DDR; 1976 bis 1981 Studium der Philosophie und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin; 1981 bis 1984 Forschungsstudium; 1984 wissenschaftlicher Assistent ebd.; »Delegierung in die kulturpolitische Praxis«, d.h. erzwungener Abbruch der wissenschaftlichen Tätigkeit an der Universität wegen öffentlicher Kritik am Abriss der denkmalgeschützten Gasometer in Prenzlauer Berg; 1985 Promotion zum Dr. phil.; 1985 bis 1996 Tätigkeiten im Kulturbereich, u.a. Leiter des Kulturamtes Berlin-Prenzlauer Berg 1990 bis 1996; 1998 bis 2000 Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Berlin-Mitte, 2002 bis 2006 Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Berlin; seit 2006 freiberuflich tätig als Kulturwissenschaftler, Bauhistoriker und Publizist; seit 2007 Vorsitzender der Hermann-Henselmann-Stiftung, seit 2011 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Ernst-May-Gesellschaft Frankfurt am Main, seit 2012 Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar, Lehrveranstaltungen an der FU Berlin 2013 und 2015, 2012/2014 sowie 2016 Gastwissenschaftler am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz.

Publikationen u.a.: Standardstädte. Ernst May in der Sowjetunion 1930–1933, edition suhrkamp 2643, Berlin 2012; Herausgeber der Reihe »Gegenstand und Raum« (jeweils mit eigenen Aufsätzen) bei Theater der Zeit, darin u.a. die Bände: Berlin plant. Plädoyer für ein Planwerk Innenstadt Berlin 2.0 (2010), Städtebaudebatten in der DDR. Verborgene Reformdiskurse (2012), Mark Meerovic/Evgenija Konyševa, Linkes Ufer, rechtes Ufer. Ernst May und die Planungsgeschichte von Magnitogorsk (1930–1933) (2013) sowie Von Adenauer zu Stalin. Die Tätigkeit des Kölner Stadtplaners Kurt Meyer in Moskau und der Einfluss des traditionellen deutschen Städtebaus in der Sowjetunion um 1935 (mit Harald Bodenschatz); Karl-Marx-Allee und Interbau 1957. Konfrontation, Konkurrenz und Ko-Evolution der Moderne in Berlin (mit Jörg Haspel), Berlin 2017; demnächst: Hermann Henselmann in seiner Berliner Zeit. Der Architekt, die Macht und die Baukunst. In Vorbereitung: CIAM 4 Moskau. Geschichte und Folgen eines Scheiterns.

Letzte Aufsätze: »Gebauter Stalinismus«, in: Forum Stadt, Heft 1/2014, S. 31-46; »Urbanism during the first years of the Stalin dictatorship« (mit Harald Bodenschatz) sowie »German city planners in the service of the Soviet Union: Ernst May’s standardised cities for Western Siberia«, in: Harald Bodenschatz/Max Welch Guerra (Hg.), Städtebau und Diktatur, Birkhäuser, Basel 2015; »Die Proletarische Bauausstellung in Berlin 1931. Kontexte und Bruchlinien«, in: Kollektiv für sozialistisches Bauen. Proletarische Bauausstellung, Leipzig 2015, S.109–122 (dt./engl.); »The Second Day. On the Genesis of the Soviet Industrial City«, in: Simon Mraz (Ed.), Nadezhda – The Hope Principle/Надежда, Österreichisches Kulturforum Moskau 2015, pp. 206–235 (Engl./Russ.); »Wohnungskooperative, Socgorod und Neues Bauen in der Sowjetunion 1925–1932«, in: Arch+ 222, März 2016, S. 128–133.

www.thomasflierl.de

 


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