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Burg Lenzen

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Beschreibung


Burg Lenzen
von Angela Beeskow
Reihe: Schlösser und Gärten der Mark, Heft 121


Der Burgberg von Lenzen stellt eine von Menschenhand errichtete, künstliche Erhebung dar. Vor mehr als 1000 Jahren wurde in der Flussaue der Elbe eine erste Befestigungsanlage errichtet. Kriegerische Auseinandersetzungen und die Einwirkung von Naturgewalten führten zum wiederholten Neu- und Ausbau der Anlage. Weil der Bauschutt liegen blieb, wuchs die Konstruktion aus Holz, Lehm- und Siedlungsschichten mehr als 9 Meter in die Höhe. Auf der slawenzeitlichen Burg, die um die Mitte des 12. Jahrhunderts wüst geworden war, errichteten deutsche Adlige ihre Burg. Der Bergfried ist das einzig erhaltene mittelalterliche Bauzeugnis, er stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Vereinzelt gelingt es, anhand von Ausgrabungsfunden jene nur in Bild- und Textquellen dokumentierten Gebäude, wie etwa eine gotische Burgkapelle, nachzuweisen. Die Burgmauer wurde bis 1725 weitgehend abgetragen. Zu den heute noch vorhandenen Gebäuden zählen ein Fachwerkgebäude aus dem 17. und das Hauptgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Pförtnerhaus, Gärtnerei und Teehaus entstammen dem frühen 20. Jahrhundert. Seit 1993 ist die Burg im Besitz des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz e.V.). Er veranlasste eine umfangreiche Instandsetzung, der eine aufwendige statische Sicherung des Burgberges voranging. 2007 wurde das Besucher- und Informationszentrum mit Ausstellungsbereich eröffnet, im selben Jahr empfing das Hauptgebäude als Tagungshotel seine ersten Gäste.


Burg Lenzen, Brandenburg Landkreis Prignitz
2. veränderte Nachauflage 2021, 32 Seiten, 37 Abbildungen, 3 Pläne
ISBN 978-3-945880-72-2
Euro 6.—