Morrn/Murzynowo

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Morrn/Murzynowo
von Błażej Skaziński
Reihe: Schlösser und Gärten der Neumark, Heft 27

 

Das großflächige Dorf Morrn (Murzynowo) liegt unweit der Warthe (Warta), etwa 7 km nordöstlich von Schwerin (Skwierzyna), an der Landstraße nach Landsberg (Gorzów) und Driesen (Drezdenko) sowie der Landstraße nach Zantoch (Santok) über Pollychen (Stare Polichno). Das bis heute erhaltene Herrenhaus ist der Nachfolgebau eines älteren Morrner Gutssitzes. Bereits im letzten  Viertel des 18. Jahrhunderts  hatte Christian Stephan von Schöning ein Herrenhaus mit acht Zimmern in Morrn erbauen lassen, doch sind weder Baugestalt noch Standort überliefert. Das Herrenhaus  bestand vermutlich bereits in den Jahren 1786–1789, da Christians drei Söhne in Morrn geboren sind. Der heute erhaltene Herrensitz wurde in den frühen 1860er Jahren im Stil der Neorenaissance auf dem Gutsgelände im Südwesten der Ortschaft errichtet. Der Backsteinbau setzt sich aus zwei Baukörpern zusammen, dem dominierenden zweigeschossigen Kernbau mit Mezzanin auf annähernd quadratischem Grundriss, der als Wohnsitz des Gutsherrn diente, und dem sich über einen kurzen Verbindungsbau nördlich anschließenden zweigeschossigen Nebengebäude, in dem einst die Küche und die Bedienstetenwohnungen lagen. Das Haupt- und das Nebengebäude sind vollständig unterkellert und tragen flache, mit Dachpappe gedeckte Walm- und Satteldächer. Unter den weit auskragenden Dachflächen befinden sich hölzerne Kragsteine, zwischen denen am Kernbau Kassettenfelder eingelassen sind.

 

Morrn/Murzynowo, Polen, Woiwodschaft Lebus/Województwo Lubuskie
1. Auflage 2021, 28 Seiten, 39 Abbildungen und 9 Plänen, deutsch-polnisch 
ISBN 978-3-945880-71-5
Euro 6.—

 

 

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